Die bekanntesten Boulespielarten

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Pétanque
Das Spiel entstand um Jahre 1910 in La Ciotat, einem kleinen Städtchen an der Côtes d´Azur. Ein sehr guter, schon etwas älterer Spieler des Jeu Provençal musste zuschauen, sein Rheuma plagte ihn und er konnte weder den Ausfallschritt vollziehen, noch konnte er die drei Schritte Anlauf zum Schuss nehmen, zu stark waren seine Schmerzen. Dennoch wollte er seinen Sport nicht aufgeben und es kam ihm die Idee, die Wurfdistanz um einiges zu verkürzen und zudem ohne Anlauf im stehen zu spielen.

Man stand in einem Abwurfkreis spielte auf eine Entfernung von 6 bis 10 m, von der Abwurfposition - man musste mit geschlossenen Füßen im Kreis stehen - leitete sich auch der Name des Spiels ab. Die Bezeichnung für geschlossene Füße, heißt auf Französisch "pieds tanqués", auf Provençalisch "Ped tanco". Diese beiden Wörter sind schon bald zu einem verschmolzen: "Pétanque".

Boule Lyonnaise
Das Ende des 19 Jahrhunderts aufgekommenes Spiel wird heute in große teile Frankreichs praktiziert. Es ist nicht so populär wie Pétanque u. a. weil für Boule Lyonnaise ein besonders präparierter Spieluntergrund benötigt wird. Man spielte zu beginn - wie schon im Mittelalter - mit Holzkugeln. Diese waren, um eine höhere Widerstandsfähigkeit zu erhalten sowie um rund zu laufen mit Nägeln beschlagen.

Ab 1923 wurden die Kugeln aus einer Bronze-Aluminium Legierung hergestellt, heute sind sie hauptsächlich aus Stahl. Ihr Durchmesser muss zwischen 9 und 11 cm betragen und sie müssen ein Gewicht zwischen 900 und 1400 g aufweisen. Die Zielkugel muss innerhalb einer Zone zwischen 12,5 und 19,5 m zum liegen kommen. Für die Ausführung des Wurfes hat der Spieler 7 m zur Verfügung, in denen er Anlauf nehmen kann. Das Boule Lyonnaise ist eine sehr sportliche form des Boulespiels. Es gehört viel Training dazu, eine knapp 1,5 kg schwere Kugel über eine Distanz von bis 19,5 m zu werfen und damit noch eine gegnerische Kugel zu treffen.

Jeu Provençal
Das Boule Lyonnaise wurde immer bekannter, machte sich auf den Weg die Rhône abwärts und erreichte schließlich das Mittelmeer. Dort angekommen wurde das Reglement erst einmal die Strenge genommen, und die Kugeln wurden kleiner und leichter (zwischen 600 und 900 g). So entstand ein neues Kugelspiel in der Provence und wurde deshalb "Jeu Provençal" genannt.

Auch hier ist viel Bewegung mit im Spiel. Bein Punktieren macht der Spieler aus einem Abwurfkreis heraus einen großen Ausfallschritt nach rechts oder links und zieht das andere Bein nach. Die Kugel muss gespielt werden, bevor das Nachziehbein den Boden berührt, es wird also auf einem Bein stehend geworfen. Man muss gleichzeitig das Gleichgewicht finden und die Kugel bis zu 22 m weit werfen. Beim Schießen nimmt der Spieler drei Schritte Anlauf aus dem Kreis und schießt die Kugel auf einem Bein stehend ins Ziel. Diese Art des Boulespiels ist, wie seine Lyonnaiser Variante, sehr anspruchsvoll.

Text von Privat

 Erster Boule Club im Saarland

Es fing ganz harmlos an, im Sommer 1965 kehrte der Rodener Heinz Speicher späteres Gründungsmitglied des Boule- Clubs "1966 Saarlouis" von seiner Hochzeitsreise aus Südfrankreich zurück, im Kofferraum des Autos lagen ein paar kugeln. Bei einem gemütlichen Abendschoppen im "Kater- Turm" präsentierte Heinz die Kugeln seiner Freunde und ließ sie v. Hand zu Hand gehen, dann wurde auf dem Weg vorm Lokal die ersten Spielversuche unternommen. Die Boule-Ära in Saarlouis hatte damit begonnen.

Schon in den nächsten Wochen ging es dann Schlag auf Schlag. Die Speicher- Freunde fuhren ins benachbarte Lothringen, besorgten sich richtige Kugeln und frönten auf dem freien Platz neben dem "Kater- Turm" der neuen Spielleidenschaft. Jeden Tag, bei jedem Wetter wurden die Kugeln ausgepackt. Boule war damals in der Hauptsache Spiel, es war noch ein weiter Weg bis zum Sport. An die Gründung eines Vereins wurde nicht gedacht. Das änderte sich ganz plötzlich im folgenden Jahr, als in Eigenleistung und mit Unterstützung der Stadt am "Kater- Turm" Bouleplätze geschaffen wurden. Schweren Herzen entschlossen sich die Boulespieler, ein Verein ins Leben zu rufen, der als Vertragspartner gegenüber der Stadtverwaltung auftreten konnte.

Am 7. Juli 1996 wurde der Boule- Club Saarlouis, der zweite Bouleverein in Deutschland, im "Kater- Turm" aus der Taufe gehoben. Als Gründungsmitglieder nennt die Chronik Ludwig Hoeller, Dieter Gruschke, Heinz Speicher, Manfred Speicher, Werner Schmidt, Werner Gretscher und Rüdiger Vaterrodt. Der erste Vorsitzende war Willi Amann.

Jetzt gab es kein halten mehr. Der neue Club wuchs in den nächsten Monaten auf annähernd 50 Mitgliedern an. Schon am 10 September 1966 wurde unter dem Motto "Frankreich gegen Deutschland" am Kater- Turm der erste Boule- Vergleichskampf ausgetragen. Eine sechzehnköpfige Mannschaft der damaligen französischen Garnison trat gegen die Saarlouiser an. Die Soldaten gewannen den Doublette- Vergleich mit 5:3.

Im Jahre 1967 bemühte sich der Club um Aufnahme im Saarländischen Sportbund. Im folgenden Jahr wurde der Erste Vergleichskampf gegen den BC Saarwellingen ausgetragen.

Aus der Chronik des BC 1966 Saarlouis

 Auch in Fraulautern wird eine Boule Anlage gebaut

Einstimmige Beschlüsse im Saarlouiser Hauptausschuss

Noch in diesem Jahr soll in der Kreisstadt eine zweite Bouleanlage ihrer Bestimmung übergeben werden. Durch einstimmigen Beschluss gab der Haupt-, Finanz- und Bauausschuss in seiner letzten Sitzung "grünes Licht" für das Projekt, das im Naherholungsgebiet Mühlenbachtal im Stadtteil Fraulautern entstehen soll. Die Anlage im bereich des abgerissenen Wohnhauses am ehemaligen Fraulauterner Wasserwerk, in unmittelbarer nähe des Sportplatzes "Großer Sand" steht mit 20 000 DM zu buche. Der vorliegende Entwurf weist vier Bahnen aus. Die vorgesehene Einzäunung ist als niedriger schwerer Holzzaun mit Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Das Gelände wird mit 13 großkronig werden-den Bäumen eingefriedet.

Saarbrücker Zeitung Ausgabe SLS vom 05. Februar 1979

 Boulespieler organisierten sich

Die saarländischen Boulespieler haben sich auf Landesebene organisiert. Zum ersten Vorsitzenden des neuen Dachverbandes, der am Freitag in Völklingen aus der Taufe gehoben wurde und als Nahziel die Aufnahme in den Landessportverband anstrebt wurde der Lehrer Walter Engstler (BC 66 Saarlouis) gewählt. Sein Stellvertreter ist Klaus Mayer (BC Saarwellingen).

An der Gründungsversammlung nahmen auch Vertreter von Bouleclubs oder Spielgemeinschaften aus Dillingen, Saarbrücken, Völklingen und Nalbach teil. Wie betont wurde, erfreut sich das französische Kugelspiel an der Saar steigender Beliebtheit. Größere Bouleanlagen sind zurzeit in Saarlouis, Saarwellingen u. Saarlouis-Fraulautern im Bau. Die Stadt Völklingen veranstaltet am 20. Mai eine "Landesoffene" Stadtmeisterschaft.

SZ vom 22. Mai 1979

 Großer Erfolg für den Boule-Club 1966 Saarlouis

Mit einem bemerkenswerten Erfolg für den BC 1966 Saarlouis endete die Landesoffene Völklinger Stadtmeisterschaft. Nach zehnstündigem Turnier gewann die als Außenseiter gestartete Mannschaft Maria Fox/Fritz Bock den Titel. Im Finale wurden die starken Spieler Rosselli/La Placa vom italienischen Club Bocce 19677 Saarlouis bezwungen. Den dritten Platz holten sich die Saarwellinger Spieler Schmitt/Harbusch vor der Mannschaft La Placa/La Duca (Bocce 77 Saarlouis).

An der erstmals ausgetragenen Völklinger Boulestadtmeisterschaft, die von der Stadt organisiert wurde, nahmen 20 Mannschaften teil. Die Siegerehrung nahm Bürgermeister Schüßler vor. Die Spiele wurden am Sonntag im Stadtteil Geislautern abgewickelt.

SZ vom 22. Mai 1979

 Erste Boulemeisterschaft im Saarland

Tadellos organisiert waren die ersten saarländischen Boulemeisterschaften, die vom BC 1966 Saarlouis im Stadtgarten ausgerichtet wurden. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich kämpften bei diesem zweitätigen Turnier 28 Doublette aus fast allen Teilen des Landes um den begehrten Titel, etwa ein viertel davon nicht Vereinsgebundenen Spieler. Eine besonders gute Kugel warfen zwei Teams aus Homburg, die sich auch im Finale gegenüberstanden.

Mit 13:6 Punkten siegte das Paar Finke/Finke, Vater und Sohn, über das Team Kivelitz/Schmitz alle Boulespielgemeinschaft Homburg. Den frischgebackenen Saarlandmeistern überreichte der Saarlouiser Bürgermeister Willi Jakobs den Siegerpokal. Den dritten Platz erkämpften sich Mußler/Hartmann (BC Maldix Nalbach) mit 13:0, vor dem italienischen Team Roselli/Di Martino (Club Bocce 77 Saarlouis). Mit dem Paar Fritsch/Fox sicherte sich der Veranstalter, der BC 66 Saarlouis, den fünften Rang.

SZ vom 06. September 1979

 Boulespieler hatten Glück mit dem Wetter

Saisoneröffnung im Stadtgarten und Übergabe des Clubhauses durch den Oberbürgermeister

Schon das strahlende Maiwetter bot beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saisonpremiere der Boulespieler im Stadtgarten. Als dann Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich seine Jacke ablegte und mir der Feststellung "es fängt an, an Sport zu grenzen" Punkte zu sammeln begann, stand dem Start in die neue Spielzeit nichts mehr im Wege. Im Mittelpunkt des "Anboulen" stand die Einweihung des neuen Clubheims des Boule- Club 66 Saarlouis. In Anwesenheit mehrerer Vertreter der Stadt übergab Dr. Henrich die zünftige Blockhütte ihrer Bestimmung. "Eine zierte des Stadtgartens", stellte der Oberbürgermeister mir Stolz fest. Beim Turnier am Nachmittag, an dem 26 Mannschaften teilnahmen siegte das Doublette Puhl /Körner aus Saarwellingen.

Zur Eröffnung der Boulesaison und Einweihung des Clubheims begrüßte Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich als Ehrengäste den SPD Stadtratsfraktion Vorsitzenden Willhelm Silvanus MdL., Stadtarchivar Lothar Fontaine, die Beigeordneten Hermann Kien u. Erich Pohl, als Vertreter der CDU-Stadtratsfraktion, den Stadtverordneten Klaus Pecino. Dr. Manfred Henrich verwies auf die erfreuliche Aktivität des Boule- Clubs, auch für das 1600 qm umfassendes Areal des Bouleplatzes, fand der OB lobende Worte: Das Spielgelände sei nicht nur "in die Landschaft eingebunden", sondern biete darüber hinaus in Stadtnähe Gelegenheit zu Sport und - beim Boulespiel besondern wichtig - Zerstreuung und Geselligkeit. Er selbst, so Dr. Henrich sei ein begeisterter, wenn auch nicht aktiver Anhänger dieses Familiensportes.

Im Namen des Boule- Clubs dankte die erste Vorsitzende, Monika Fritsch, den Vertretern der Stadt Saarlouis für das schnelle und unbürokratische Vorgehen bei der Erstellung des Clubheims. Das erste "offizielle" Spiel der neuen Saison bestritten Monika Fritsch, Dr. Henrich, Erich Pohl u. Klaus Pecino. Nicht lange leer blieben auch die übrigen Bahnen; schon bald wurde eifrig geworfen, geschossen und beigelegt. Waren die Mitglieder des Boule-Clubs am Vormittag beim "Anboulen" noch weitgehend unter sich, bevölkerten beim Turnier am frühen Nachmittag zahlreiche Gäste von anderen Vereinen die Bahnen. Bei Temperaturen um 20 Grad, Sonnenschein und ab und zu einer frischen Brise herrschten ideale Spielbedingungen.

Am Start: 26 Teams aus Saarlouis, Saarbrücken, Saarwellingen, Dillingen, Nalbach und Fraulautern. Gespielt wurde "Doublette" also "zu zweit". Unter den Teilnehmern waren auch acht Jugendlichen, die besonders eifrig um jedem Punkt kämpften.

Ein buntes Bild während des, über sechsstündige Turnier, immerhin herrschte nicht nur auf und längs der fünf Spielbahnen reger Betrieb, sondern genutzt wurden auch die Geländeflächen, die mit Steinen und Unebenheiten noch weitere Unsicherheitsmomente aufweisen. Umso spannender fielen die einzelnen Partien aus, die oft recht knappen Ergebnissen gewonnen bzw. verloren wurden. Ohne hetze und Verbissenheit liefen die Spiele ab; zwischendurch war immer wieder Zeit für ein Bier, eine Limo oder auch einen Imbiss am Rand des Spielgeländes. Interessant scheint das Boulespiel nicht nur für die Akteure zu sein: Viele Zuschauer verfolgten zeitweise das Spiel um die kleine Kugel, "Cochonnet" genannt. Spaziergänger, Boule Freunde, Radfahrer - bei diesem warmen Frühlingswetter schien fast alles "auf den Beinen" - um sich auch beim Beobachten der Boulespieler kurz auszuruhen.

Das Turnier Gewann das Saarwellinger Team Puhl/Körner durch ein 13:11 Endspielsieg über die Mannschaft Bock/Engstler vom Boule Club 1966 Saarlouis. Die folgenden Plätze belegten Monika Fritsch/Otto Fritsch (BC 66 Saarlouis) vor einer Italienische Mannschaft.

Dem Sport- und Freizeitspaß für Aktive und Amateure hat sich die Stadt Saarlouis übrigens etwas kosten lassen: Einzuplanen waren vor gut zwei Jahren die kosten für Wegeflächen, Spielbahnen, Wasser- und Stromversorgung des Platzes, Beleuchtung der Blockhütte. Ergebnis: ein großer, mitten im Grünen gelegener Bouleplatz, der auch abends dank einer Flutlichtanlage bespielbar ist und außerordentlich stark genutzt wird.

SZ vom 09. Mai 1980

 Im Singener Stadtgarten "stürzten" die Favoriten

Außenseiter aus Saarbrücken u. Saarlouis holen Pétanque Meisterschaft

Erst nach knapp 15 Stunden war die Entscheidung bei der 4. deutsche Meisterschaften im Pétanque, im Stadtgarten in Singen gefallen: Deutschermeister wurde Walter Stefan, Volker Jakobs und Markus Paul (Camping Club Saarbrücken) vor dem Team aus Groß- Gerau Gunhild Schauer, Peter Merz und Gisbert Lammers. Den Dritten Platz belegten die Spieler des Boule Club 1966 Saarlouis, Patrick Fritsch, Fritz Bock, Werner Schmidt.

Beste Südbadische Mannschaft war das Team aus Freiburg mit Knoll, Markus, Martin. 43 Tripletten aus 14 Vereinen, hatten für diese 4. deutsche Meisterschaft in Pétanque, gemeldet. Die Teams kamen aus Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Bonn dem Saarland, Freiburg und Singen. Mit 12 Mannschaften war der Badische Bodensee Boule Club an Start.

In Singen "stürzten" die Favoriten. Nicht die hohen Favoriten aus Bonn oder Freiburg machten die Meisterschaft unter sich aus, sondern die Außenseiter aus Saarbrücken, Groß- Gerau und Saarlouis. Die 12 besten Mannschaften qualifizierten sich nach der Vorrunde für die Finalspiele. Alle anderen Teams spielten in der Trostrunde. Trotz guter Leistungen konnten sich die Singener nicht für die Hauptrunde qualifizieren, und kamen in die Trostrunde. Dort schlugen sie sich beachtlich und belegten in der Besetzung Kautz, Moses und Weber den ersten Platz. Auch die beiden Nächsten Plätze gingen an Singener Mannschaften.

Keine Probleme hatten die beiden Schweizer Schiedsrichter Joe Ferraud (zweifacher Weltmeister) und Gusti Bader (beide aus Düsseldorf). Die Teilnehmenden Mannschaften zeigten sich sehr angetan über die prächtige Atmosphäre im Singener Stadtgarten und der gute Organisation durch den Singener Boule Club. Die vom Schirmherrn Oberbürgermeister Friedrich Möhrle gestiftete Erinnerungsplakette wurde von den Teilnehmern mit großem Beifall aufgenommen.

vom 16. Juni 1980

 Pokalsieg für die Deutschen Meister

Zum landesoffenen Pokalturnier des BC 66 Saarlouis hatten sich 23 saarländische Mannschaften, darunter Teams aus Homburg, Saarbrücken und Nalbach auf der Boule Anlage im Stadtgarten eingefunden. Der Siegerpokal ging an die Amtierende Deutschenmeister (Triplette) Markus Paul, Volker Jakobs vom Camping Club Saarbrücken. Die Trostrunde gewann das gemischte Team Kivelitz, Vanuxem (BG Homburg/BC Dillingen).

Das Pokalturnier das in Doublette (Zweiermannschaft) gespielt wurde, bot in der Haupt- und Trostrunde spannende Partien, die oft mit knappen Ergebnissen endeten: Ein Beweis dafür, dass in Saarlouis eine ganze reihe gleichstarker Teams am start waren. Zu den Teilnehmern an diesem Pokalturnier zählten auch die amtierenden Saarlandmeister J. Finke, K. Finke aus Homburg.

Gut vertreten war auch die Kreisstadt: Neben den BC 1966 Saarlouis spielte auch der italienische Club Bocce 77 Saarlouis und der erst vor kurzem aus der Taufe gehobenen Boule Club 1980 Saarlouis- Fraulautern, um Pokale und Sachpreise. Nicht vertreten dagegen waren, bis auf eine Ausnahme, die Spieler des Nachbarclub aus Saarwellingen.

Im Endspiel standen sich die Teams W. Engstler, L. Hoeller (BC 66 Saarlouis) und V. Jakobs, M. Paul (Camping Club Sbr) gegenüber. Mit großer Konzentration und teilweise hervorragend plazierten würfen kämpfen, beide Mannschaften um den Siegerpokal. In der über eine halbe Stunde dauernde Partie, zeigten beide Teams seht gute Leistungen. Nachdem die Saarbrückern schon frühzeitig in Führung gegangen war, gelang es den beiden Deutschen Meistern, ihren Vorsprung weiter auszubauen und das Spiel mit 13:5 für sich zu entscheiden. Den dritten Platz belegte die Mannschaft Baredes, Engel vom Boule Club Maldix Nalbach.

Hinter dem Siegerteam der Trostrunde, Kivelitz, Vanuxem (BG Homburg/BC Dillingen) folgten L. Lehnen, R. Lahcen (BSG Nanteser Platz Sbr) auf den zweiten Platz. Dritter wurden P. Fritsch, B. Fox vom BC 1966 Saarlouis. Die Siegerehrung nahm die erste Vorsitzende des gastgebenden Verein, Monika Fritsch vor.

SZ vom 29. August 1980

 5. Deutschen Meisterschaften in Saarlouis

Bei idealen Turnierwetter mit Spätsommersonnenschein, eine Rekordbeteiligung, Spannung bis spät in die Nacht hinein. Ehe gegen 11 Uhr abends, der deutsche Meister in Boule, das Berliner Team Tsuroup / Tsuroupa / Hornickel feststand, erlebten Spielers, Organisatoren und Zuschauern eine abwechslungsreichen Turniertag, der über zwölf Stunden lang spannende Partien und faire Wettkämpfe in A- und B- Turnier bot. Der Ausrichter, der BC 66 Saarlouis, wickelte die sportliche Großveranstaltung auf gut der Hälfte des Stadtgarten- Areals reibungslos ab. Mit 71 Triplette in der Deutschen Meisterschaft, und 42 Teilnehmer Teams beim B- Turnier am Nachmittag hatten Turnierleitung und Helfer alle Hände voll zu tun.

Im Wettkampf um den höchsten deutschen Titel im Pétanque gelang den saarländischen Boulespielern ein hervorragendes Abschneiden. Zum einen stellten die Saar Clubs mit 25 Triplette, aus Homburg, Nalbach Saarwellingen, Saarbrücken und Saarlouis rund ein Drittel aller Teilnehmern, zum anderen ging die Vizemeisterschaft nach Saarwellingen: knapp nach packendem Finale, unterlag das Team vom BC Saarwellingen, Hans-Jürgen, Diether und Erich Heyden unter Flutlicht den Berlinern. Erfolgreich warfen die Saarländer auch im B- Turnier, das am frühen Nachmittag begann, ihre Boulekugeln: Den Ersten Rang belegte das Saarlouiser Team Ilse Maurer, Gerhard und Stefan Wientjes.

Aus allen Gebieten der Bundesrepublik Deutschland waren die Teilnehmer des zugkräftigen Großturniers, das zum Ersten mal auf saarländischen Boden ausgetragen wurde, angereist. Auf den Bahnen und Wegen des Stadtgartens klangen neben sämtlichen deutschen Dialekten, auch internationale Sprachfetzen an. Den ersten Bummlern und Spaziergängern präsentierte sich der Saarlouiser Stadtgarten in der ersten September Morgensonne, als ein Bild voller Farben und Spielfreude: Unter dem ehrwürdigen Kriegerdenkmal am Rondell, zwischen Sträuchern, Blumenbeeten und auf schattigen Parkwegen wickelten die Boulefreunde konzentriert fair und zuweilen recht unkonventionell ihre Spiele ab. Den Großteil der Zuschauer zog es auf die Spielanlagen des BC 66 Saarlouis, auf denen zu "Spitzenzeiten" etwa um die Mittagstunden Hochbetrieb herrschte. Mit Imbissbude, Zelt, Kaffeeausgabe hatten die Veranstalter für Treffpunkte gesorgt, an denen sich einmal die Spieler zwischen den Partien, zum anderen die Zuschauern sich stärken konnten.

Sehr erfreut über die rege Beteiligung bei diesem Großturnier, zeigte sich der OB der Stadt Saarlouis Dr. Manfred Henrich, der die Schirmherrschaft zur DM im Pétanque übernommen hatte. Während eines Empfangs durch die Stadt Saarlouis, hatte "am Vorabend des Turniers" Bürgermeister Willi Jakobs bereits die Gäste begrüßt, unter denen sich auch der Vorsitzende des bundesdeutschen Pétanque Verbandes, Herbert Berg aus Bonn befand. Jakobs, wies in seiner Ansprache aus der guten Zusammenarbeit zwischen dem Saarlouiser Boule Club und der Stadt hin. In 15 Vierer- und 3 Dreiergruppen gingen die Vorrundenspiele über die Bühne. Die Hauptrunde wurde im K.O.- System ausgetragen. Wenig Arbeit bekamen die Schiedsrichter aus dem Nachbarland: Die Franzosen Scharmig und Gilbert, griffen nur selten ein.

Spät in der Nacht, knallten erst die Sektkorken. Bei einsetzendem Regen und herbstliche Abendkühle, nahm Oberbürgermeister Dr. Henrich die Siegerehrung vor. Strahlend nahmen die frischgebackenen Deutschen Meistern aus Berlin, den Siegerpokal entgegen. Die weiteren Platzierungen bei der deutschen Meisterschaft, 2 Platz Hans-Jürgen Heyden, Dieter Heyden, Erich Heyden BC Saarwellingen, 3 Platz Ackermann, Sorrentino und Gustrau aus Düren, auf dem 4 Platz landete die Mannschaft vom Nanteser Platz Sbr, Gerd Heckmann, Birgit Kollet und Ludwig Lehnen.

Im B-Turnier belegten hinter dem Siegreiche Saarlouiser das Team Amft, Baumeister und Lüfond /Frankfurt. Den 3. Platz belegten Heidbüchel, Gustrau u. Kalkbrenner /Düren, vor Hermann, Gille und Egon aus Singen.

SZ vom 13. September 1981

 Boulespieler messen ihr Können in der Saarlandliga

Die Saarländischen Boulespieler werden in der bald beginnenden Saison 1982, ihr können innerhalb einer neu geschaffenen Liga erproben. Die Einrichtung der "Saarlandliga" hat der Saarländische Boule Verband auf seiner letzten Sitzung beschlossen. Um Meisterehren treten acht der zwölf saarländischen Boule Clubs an. Neben Saarlouis - mit dem BC 66 Saarlouis und dem Club Bocce 77 Saarlouis beteiligen sich zwei Vereine aus der Kreisstadt - werden der BC Saarwellingen, BC Körprich, BC Bous, BC Maldix Nalbach, BC 79 Völklingen und die Boulespielgemeinschaft Nanteser Platz Sbr vertreten sein.

Der Startschuss zur "Saarlandliga", die organisatorisch von einem Ligaausschuss und einem Landespielleiter betreut wird, fällt am 30 April. Am ersten Spieltag messen sich die Boulefreunde in folgenden Begegnungen:

Boulespielgemeinschaft Nanteser Platz Sbr - Boule Club Körprich
Boule Club 1966 Saarlouis - Boule Club Saarwellingen
Club Bocce 77 Saarlouis - Boule Club 1979 Völklingen
Boule Club Bous - Boule Club Maldix Nalbach

Bis zum 22 Oktober läuft die Premiererunde der neuen Saarlandliga. Die Saarländischen Boule Clubs stellen, je eine Dreiermannschaft (Triplette), eine Zweiermannschaft (Doublette) und ein Einzelspieler (Tête-à-tête). Der SBV hat eine Hin- und Rückrunde eingerichtet; also hat jeder Verein Heim- und Auswärtsspiele zu bestreiten. Nach einem Punktsystem wird im Laufe der Saison der Spitzenreiter der "Saarlandliga" ermittelt werden. Während der insgesamt sieben Spieltage in der Saarlandliga, dürfte neben den zahlreichen Turnieren der einzelnen Vereine, auf den Bouleplätzen im Saarland für Spannung gesorgt sein.

Die Boulespieler treffen sich zu mehreren Landesoffenen Turnieren: Während am 5 Juni, beispielsweise auf dem Saarbrücker Eschberg, die saarländischen Boule Meisterschaften im Einzel (Tête-à-tête) ausgetragen werden, treffen sich am 6 Juni die Doublette Spieler zur Austragung der Meisterschaft. Die Jugendmeisterschaft wird am 13 Juni in Bous stattfinden. Mit dem internationalen Grenzlandturnier in Saarwellingen am 18 Juli - gespielt wird im Triplette - und ein internationales Pokalturnier in Völklingen (Doublette) am 19. September, klingt die Saison aus. Die Saarländische Meisterschaft im Triplette wird am 26. September auf dem Eschberg ausgetragen. Während der Saison veranstalten die einzelnen Clubs weitere offene Turniere.

SZ vom 18. März 1982

 Erster Spieltag in der Neugegründeten Saarlandliga

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In der Neugegründeten Saarlandliga, wurde am Freitag den 30.04.82 der erste Spieltag ausgetragen, mit Hin- Rückspiel in den Formationen: Tête-à-tête, Doublette u. Triplette, mit folgenden Ergebnissen:

Boule Club Bous - Boule Club Maldix Nalbach 0:6
Boule Club 1966 Saarlouis - Boule Club Saarwellingen 3:3
Club Bocce 77 Saarlouis - Boule Club 1979 Völklingen 6:0
BSG Nanteser Platz Sbr - Boule Club Körprich 5:1

1.

Club Bocce 77 Saarlouis

+

22

6:0

2.

Boule Club Maldix Nalbach

+

11

6:0

3.

BSG Nanteser Platz Sbr

+

10

5:1

4.

Boule Club Saarwellingen

+

7

3:3

5.

Boule Club Saarlouis

-

7

3:3

6.

Boule Club Körprich

-

10

1:5

7.

Boule Club Bous

-

11

0:6

8.

Boule Club 1979 Völklingen

-

22

0:6

SZ vom 03. Mai 1982